Häufige Fragen — Schnellzugriff
- Wie öffne und verarbeite ich einen Scan?
- Wie exportiere ich die Punktwolke (XYZ, PLY, E57)?
- Wie georeferenziere ich nach .las (UTM / EPSG)?
- Wie erstelle ich einen 2D-/Grundriss?
- Wie messe ich Abstände und Flächen?
- Wie korrigiere ich einen verschobenen Raum (Drift)?
- Wie mache ich Gaussian Splatting?
- Wie steuere ich den Raven aus der Ferne (Remote-Modus)?
- Neu: Cloud-Extraktion & Raven-Scans ohne PC senden
- Neu: Punktwolke auf Punkte mit bekannten Koordinaten einpassen (GCP)
Hilfe & Anleitung
Lidar Extractor verwandelt Ihre Raven-Scans (JMK7) in nutzbare Daten auf macOS und Windows: Punktwolken-Extraktion, 3D-Viewer, Messungen, Grundrisse und Gaussian-Splatting-Export. So nutzen Sie alles.
1. Einen Scan öffnen
- Roher ROS-Bag (Geräteordner): Die App rekonstruiert die Punktwolke per LiDAR-SLAM, ohne .amap. Standardquelle.
- Gefiltertes .amap: direkte Dekodierung der Wolke (10-mal auf „Quelle“ klicken, um es einzublenden).
- Wolkendatei (XYZ / PLY / E57 / LAS): Schaltfläche „Punktwolke öffnen…“, um sie direkt anzusehen.
- Zuletzt: ein Menü öffnet Ihre letzten 10 Dateien/Ordner erneut.
2. Punktwolken exportieren
Wählen Sie die gewünschten Formate — XYZ, PLY, E57, LAS (georeferenziert) — und klicken Sie auf Extrahieren. Die Dateien werden neben der Quelle abgelegt.
3. Der 3D-Viewer
Klicken Sie auf Ansehen, um die Wolke zu öffnen. Maussteuerung:
- Linksklick ziehen: drehen (der gegriffene Punkt folgt dem Cursor)
- Rechtsklick ziehen: verschieben
- Scrollen / Trackpad-Pinch: zoomen
- Trackpad-Drehung: rollen · Doppelklick: zentrieren
Unten: voreingestellte Ansichten (Iso, Oben, Vorne…) und „Zentrieren“. Oben links: die Farbe (Datei, Höhe, Grau, Turbo) und die Ebenen. Standardmäßig öffnet die Wolke im Modus Höhe.
4. Die 7 Werkzeuge
- Schnitt: horizontaler oder vertikaler Schnitt der Wolke (Höhe, Dicke einstellbar).
- Zuschneiden: um den zu behaltenden Bereich klicken, bestätigen → das Äußere wird entfernt.
- Radierer: Punkte mit der Maus löschen (einstellbare Pinselgröße), dann „Anwenden“.
- Messen: Abstände und Flächen (m / ft), automatische Raumerkennung (m²).
- Zeichnen: Punkte setzen (an Wänden einrastend), um Linien zu zeichnen.
- Fixieren: die Ausrichtung sperren (ideal in der Draufsicht zum Nachzeichnen).
- Teil neu ausrichten: bringt einen verschobenen Raum zurück an seinen Platz — umkreisen, dann von Hand verschieben und drehen.
4b. Verschobenen Teil neu ausrichten
In kleinen Räumen (gefliesten Bädern, engen Fluren, vollgestellten Zimmern) verliert das SLAM manchmal die Orientierung: Der Raum ist gegenüber dem übrigen Scan verschoben und verdreht. Das Werkzeug Teil neu ausrichten setzt ihn von Hand zurück.
- In die Draufsicht wechseln: Das Lasso erfasst die volle Höhe, also den ganzen Raum.
- Teil neu ausrichten wählen, mit mehreren Klicks um den verschobenen Bereich herum eine Auswahl ziehen, dann Auswahl bestätigen.
- Der gewählte Teil erscheint orange über der ursprünglichen Punktwolke. Ziehen Sie die mittlere Scheibe zum Verschieben, die Scheibe am Ring zum Drehen. Der Versatz wird live angezeigt (Meter und Grad); die beiden Schaltflächen Feindrehung justieren um ein Viertelgrad.
- Anwenden: Die Korrektur wirkt auf die gesamte Punktwolke, nicht nur auf das Sichtbare. Beim Schließen des Viewers bietet die App an, unter neuem Namen zu speichern.
Woran Sie sich orientieren: Bringen Sie die Wände zur Deckung, nicht die Möbel. Eine korrekt ausgerichtete Wand erkennt man daran, dass ihre Linie wieder einfach statt doppelt ist. „Zurücksetzen“ verwirft die laufende Bewegung, „Anderer Teil“ startet eine neue Auswahl.
Hinweis: Das Werkzeug bewegt nur horizontal und dreht um die Senkrechte — genau das, was der Drift verursacht, da die Lage von der Trägheitsmesseinheit des Scanners gehalten wird. Um das Problem zu vermeiden: Betreten Sie kleine Räume nicht mitten im Rundgang und meiden oder verdecken Sie Spiegel.
5. Messen (Abstand & Fläche)
Werkzeug Messen → Modus Abstand (2 Klicks) oder Fläche (die Ecken anklicken, dann „Fertig“). Der Punkt rastet stets am nächsten sichtbaren Punkt ein. Wählen Sie die Einheiten m · m² oder ft · ft² je nach Region.
6. Ebenen & Speichern
Gespeicherte Schnitte erscheinen als Ebenen links; Sie wechseln zwischen ihnen ohne Fensterwechsel. Die Disketten-Schaltfläche speichert die angezeigte Wolke: gleicher Name = Original ersetzen, neuer Name = neue Datei. Ihre Schnitte werden pro Datei gemerkt und beim erneuten Öffnen wiederhergestellt.
7. Gaussian Splatting (fotorealistisch)
Freischalten (10 Klicks auf „Gaussian Splat“), exklusiv zu den anderen Formaten, gestartet über die Schaltfläche:
- Fotos für Polycam: extrahiert die Fotos zum Hochladen zu Polycam (die Wolke erledigt den Rest).
- Dataset für Brush: Bilder + Posen + Init-Wolke, zum Öffnen in Brush (lokales Training auf der Apple-Silicon-GPU).
8. Komplettanleitung: einen Grundriss erstellen
Tipp: Für einen sauberen Plan reinigen Sie die Punktwolke vor dem Nachzeichnen — je weniger Rauschen und Möbel, desto besser treten die Wände hervor.
- Zuschneiden — Werkzeug Zuschneiden: um den zu behaltenden Bereich (das Gebäude) klicken und bestätigen. Alles Äußere (Vegetation, umliegender Boden, Streupunkte) wird entfernt.
- Mit dem Radierer reinigen — Werkzeug Radierer: über isolierte Streupunkte (Rauschen, Reflexionen) streichen, Pinselgröße anpassen, dann „Anwenden“, um sie endgültig zu entfernen.
- Schneiden — Werkzeug Schnitt: einen horizontalen Schnitt auf Wandhöhe (≈ 1,2 m) mit geringer Dicke (± 5 bis 15 cm). Sie erhalten einen Schnitt, der die Wände von oben zeigt.
- Den Innenraum reinigen — Mit dem Radierer im Schnitt die Möbel und Innenobjekte (Tische, Stühle, Regale) löschen, die in den Schnitt fallen: nur die Wände sollen bleiben.
- Wände nachzeichnen — In die Ansicht Oben wechseln und Fixieren aktivieren. Werkzeug Zeichnen: entlang der Wände klicken (Punkte rasten ein), jeden Raum schließen. Sie können auch automatisch „Wände erkennen“.
- Nach DXF exportieren — Menü Exportieren → DXF (3D-Linien) für Ihre Zeichnung oder DXF (2D-Plan) des Schnitts. Öffnen Sie die Datei in Ihrer CAD-Software (AutoCAD usw.).
Tipp: Sind die Wände nachgezeichnet (oder erkannt), berechnet die Raumerkennung (m²) des Werkzeugs Messen die Flächen automatisch.
9. Automatischer 2D-Grundriss (neu in 0.6.0)
Im 3D-Viewer zeichnet die Schaltfläche 2D-Plan (Werkzeugleiste links) den Grundriss automatisch aus der Punktwolke: erkannte Wände, Türen und Räume mit Flächen. Die Erkennung filtert Möbel von selbst — für ein bestimmtes Geschoss isolieren Sie es zuerst mit dem Schnittwerkzeug. Seit 0.7.0 werden auch 45°-Schrägen (Haussmann-Winkel) und gekrümmte Wände (Rotunden, Erker) erkannt — Bögen werden im DXF als echte ARC-Entitäten exportiert.
- Vollständiger Editor: Wände zeichnen (einstellbare Dicke, Strg = erzwungene Gerade, Ausrichtungshilfen, Modus „durchgehende Wand“), Türen und Fenster mit Maßen (Breite × Höhe, Brüstung bei Fenstern) und Öffnungsrichtung (links/rechts, innen/außen) platzieren, Räume benennen (mehrsprachige vordefinierte Namen, Auto-Nummerierung: Schlafzimmer 1, 2…), Maßlinien setzen (Platzierung mit dem 3. Klick), jedes Element verschieben oder löschen.
- Punktwolken-Ebene: Die Punktwolke liegt ausgerichtet unter der Zeichnung (Auge zum Ausblenden), um den Plan an den echten Daten zu korrigieren.
- Automatisches Speichern: Der Plan behält alle Änderungen und öffnet sich unverändert wieder; „Zurücksetzen“ startet die Erkennung neu.
- Professionelle Exporte (Ordner
export_planneben dem Scan): PDF im Normmaßstab (1:50, 1:100… oder US-Maßstäbe) mit Schriftfeld, Papier A4/A3/Letter/Tabloid; SVG; Mehrebenen-DXF (Wände, Türen, Fenster, Namen, Räume, Wolke) für AutoCAD. Einheiten in Metern oder Fuß/Zoll.
10. Georeferenzierung, LAS & Karte (neu in 0.5.0)
Wählen Sie bei Raven-Max-/RTK-Scans im Export LAS (georeferenziert). Die App platziert die Wolke in realen Koordinaten und wählt das richtige System automatisch (UTM/EPSG je nach Land).
- Zentimeter (PPK): Hat der Scan keine eigene Basisstation, lädt die App automatisch die nächstgelegene EUREF-Referenzstation herunter (überall in Europa) für eine zentimetergenaue Nachverarbeitung. Ist keine Station nah genug, bleibt sie metergenau und weist Sie darauf hin.
- Kartenansicht: Die Schaltfläche 🗺 zeigt die Wolke über einem OpenStreetMap- oder Satelliten-Hintergrund, zoombar.
- .las-Dateien: Der 3D-Viewer öffnet .las-Wolken (Ihre eigenen oder aus anderer Software) wie alle anderen.
- Livox-Scanner: Scanner mit Livox-LiDAR (z. B. Eagle) werden nun zusätzlich zu Hesai (Raven) unterstützt — der Sensor wird automatisch erkannt.
11. Remote-Modus — den Raven steuern (neu in 0.8.0)
Zwei Symbole oben im Fenster geben WLAN-Zugriff auf den Scanner, ohne SD-Karte: ☁ Raven-Scans und das Raven-Symbol (Einrichtung).
- Einrichtung: installiert den Steuer-Agent mit einem Klick auf dem Scanner. Die Installation ist additiv und reversibel (sie fügt nur eigene Dateien hinzu, ohne das System des Raven zu verändern); die Schaltfläche „Deinstallieren" stellt den Originalzustand wieder her. Zuvor läuft eine Kompatibilitätsprüfung (Modell Simple/Max, Architektur, OS).
- Raven-Scans: verbindet sich mit dem Scanner, listet Ihre Scans und lädt sie mit der Übertragungszeit auf den Computer. „In Lidar Extractor öffnen" führt anschließend zur Extraktion.
- Raven-Bildschirm: zeigt den echten Bildschirm des Scanners und erlaubt die Fernsteuerung mit der Maus.
- Mobile App — Lidar Extractor Remote (iOS + Android, verfügbar): Steuern Sie den Raven vom Telefon (Auto-Erkennung, Scanner-Status, Scan starten, Fernbildschirm). Voraussetzung: Installieren Sie zuerst den Steuer-Agent auf dem Raven über die Desktop-App („Einrichtung" oben); ohne ihn kann sich das Telefon nicht verbinden. ⚠️ Diese App funktioniert nur mit einem Raven-Scanner (nicht mit einem Eagle oder einem anderen Gerät). Bei Problemen kann die App ihre Diagnoseprotokolle senden, damit unser Support helfen kann.
- Installation:
- iPhone / iPad (TestFlight-Beta): Installieren Sie die kostenlose TestFlight-App aus dem App Store, öffnen Sie diesen Link auf dem Gerät — testflight.apple.com/join/f9cfQvHd — und tippen Sie auf Akzeptieren und Installieren.
- Android: Laden Sie die APK über die Schaltfläche „📱 Android" auf der Startseite herunter und öffnen Sie sie zur Installation (unbekannte Quellen zulassen, falls gefragt).
12. Cloud-Extraktion & Upload vom Raven (neu in 0.9.16)
Ihre Scans können jetzt auf unseren Servern verarbeitet werden (derselbe GLIM-Motor wie in der App: SLAM, Kamera-Kolorierung, PLY/LAS-Exporte) — und sogar ohne Computer dorthin gelangen.
- Web-Portal: In Ihrem Konto nimmt „Neues Projekt" den gezippten Scanner-Ordner an. 1 kostenlose Extraktion pro Tag, danach je 1 Token (dieselben Tokens wie die Gaussian-Splat-Cloud). Ergebnis: kolorierte PLY/LAS-Wolke + Online-Viewer mit Längen- und Flächenmessung.
- Raven Link — Upload ohne PC: Aktivieren Sie „Cloud-Upload der Scans" in der App (Raven-Bildschirm). Sobald Ihr Raven Internet hat, meldet er seine Scans im Tab Mein Raven Ihres Kontos; ankreuzen, er lädt selbständig hoch (automatische Wiederaufnahme, SHA-256-Prüfung), dann „Extrahieren" mit 1 Klick. Empfangene Dateien werden 7 Tage aufbewahrt.
- Schaltfläche „GLIM-Cloud-Extraktion" in der App (unter „Extrahieren"): sendet den Rohscan direkt in die Server-Warteschlange — schrittweise Freischaltung, schreiben Sie uns für frühen Zugang.
13. Passpunkte (GCP) — neu in 0.9.18
Passen Sie die Punktwolke auf Punkte mit bekannten Koordinaten ein und erhalten Sie vor allem die auf jedem Punkt verbleibende Abweichung. Diese Abweichungstabelle geben Sie Ihrem Kunden: eine verschobene Punktwolke ohne Zahlen verpflichtet niemanden.
Werkzeug Passpunkte (Zielsymbol) in der Werkzeugleiste des Betrachters.
Zwei Wege, die Punkte einzubringen
- Die Marken Ihres Scanners. Bei Eagle und Raven wird beim Aufsetzen der Spitze auf einen Festpunkt und Drücken der Taste ein Zeitstempel gespeichert (
controlpoint.txt). Die App liest die Position aus der Trajektorie des Scans: genauer als ein Klick in der Punktwolke, denn der Festpunkt wurde mit der Spitze berührt. Es fehlen nur noch die eingemessenen Koordinaten (Doppelklick auf die Zeile). Der Scan muss mit der App extrahiert worden sein, die die Trajektorie neben der Punktwolke ablegt. - Eine Punktdatei:
Name, E, N, Z, eine Zeile je Punkt. Kommata oder Semikola, mit oder ohne Kopfzeile, Dezimalkomma zulässig. Eine unlesbare Zeile wird gemeldet, nie stillschweigend verschluckt. Anschließend klicken Sie jeden Festpunkt in der Punktwolke an.
Der Ablauf
- Punkte laden, bei Bedarf anklicken.
- Berechnen — nichts bewegt sich. Sie erhalten die mittlere Abweichung (RMS) und die je Punkt; über 5 cm wird die Zeile rot.
- Ein Punkt weit über den anderen bedeutet keine falsche Punktwolke: es ist ein danebengesetzter Klick oder eine vertippte Koordinate. Korrigieren, neu berechnen.
- Anwenden, wenn die Abweichungen passen. Die exportierte LAS-Datei trägt dann absolute Koordinaten und ihren EPSG-Code.
- CSV- oder PDF-Bericht: Datum, Koordinatensystem, Modell, Abweichung je Punkt.
Kontrollpunkte
Ein Klick auf die Rolle einer Zeile schaltet sie auf Kontrolle: sie verlässt die Berechnung und dient nur noch dazu, sie zu beurteilen. Das ist die einzige unabhängige Prüfung — ein Punkt, der die Einpassung erzeugt hat, kann sie nicht bewerten. Die App zeigt beide Abweichungen getrennt und warnt, wenn es gar keinen Kontrollpunkt gibt.
Einpassungsmodelle
- Gierung + Verschiebung (Standard): die Wolke dreht sich um die Vertikale. Ein LiDAR-Scan ist durch die Schwerkraft bereits lotrecht; eine freie Drehung würde ihn kippen, um einen Z-Fehler aufzunehmen.
- 3D-Drehung + Verschiebung: wenn Sie annehmen, dass die Wolke geneigt sein kann.
- Ähnlichkeit: mit Maßstabsfaktor. Nur in dem Bewusstsein verwenden, dass ein Maßstab ungleich 1 bei einem LiDAR-Scan ein Messproblem anzeigt — er verdeckt es, er behebt es nicht. Die App zeigt die Abweichung in ppm.
Wissenswertes
- Stabhöhe: die Trajektorie gibt die Position des Geräts an, nicht die der Spitze am Boden. Geben Sie den Abstand ein, sonst sind alle Z-Werte um genau diesen Betrag versetzt — in den horizontalen Zahlen unsichtbar.
- Mindestens 2 Punkte für das Standardmodell, 3 für die 3D-Modelle, und vor allem gut verteilte Punkte: drei Festpunkte in einer Ecke ergeben ein hervorragendes RMS und eine am anderen Ende schiefe Wolke.
- Die Abweichung geht nicht unter die Scan-Auflösung: bei 2 cm Punktabstand ist der Millimeter sinnlos.